Geschenke nicht nur zu besonderen Anlässen
Für fast jeden Namen auf der Welt gibt es auch einen Namenstag. Egal, ob dieser nun im Sommer oder Winter stattfindet, gefeiert wird er nur selten. Die meisten Menschen wissen nicht einmal, wann der Namenstag ihres Namens ist, geschweige denn feiern sie ihn. Bei einigen Familien, meist handelt es sich um sehr gläubige Menschen mit religiösen Namen, sieht es jedoch gänzlich anders aus. Da die Namen religiösen Ursprungs sind, ist mit dem Namenstag oder dem Namen selbst oft eine besondere Geschichte verbunden. Diese Geschichte wird dann meist schon den Kindern immer wieder eingebläut, der Namenstag wird in einigen Fällen gar größer gefeiert, als der Geburtstag.
Grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden. Doch mitunter fallen die Feierlichkeiten für den einen oder anderen Geschmack doch etwas zu groß aus. Spätestens dann, wenn es am Namenstag Wasserbetten als Geschenke gibt, sollte man sich doch einmal Gedanken machen, ob dies noch der rechte Anlass für derartige Geschenke ist. Sicherlich gibt es einige Anlässe, bei denen die Geschenke etwas größer ausfallen dürfen, da wären der Geburtstag, Weihnachten oder die Hochzeit zu nennen, der Namenstag ist jedoch sicher nicht dazu zu zählen.
Grundsätzlich kann man in den letzten Jahren jedoch einen Trend hin zu immer größeren und teureren Geschenken beobachten. So haben Studien ergeben, dass man für die Weihnachtsgeschenke in der Familie gut und gerne 200 bis 500 Euro ausgibt, egal wie die wirtschaftliche Situation gerade aussieht. Aus diesem Grund konnten die Einzelhändler auch im vergangenen Jahr ein recht zufrieden stellendes Ergebnis im Weihnachtsgeschäft erzielen. Doch nicht nur zu Weihnachten, auch zu den Geburtstagen fallen die Geschenke immer größer aus. Mit einem Buch oder ein paar Kleidungsstücken gibt sich kaum jemand zufrieden, es sollen schon Konzertkarten oder ähnliches sein.
So ganz nebenbei gönnen sich die meisten Menschen auch ein Geschenk, das sie sich selbst machen. Dies kann ein Wellness-Urlaub sein, ein kurzes Wochenende, bei dem man es schafft, einfach mal dem Alltag zu entfliehen oder ähnliches. Ebenso kann man immer mehr Frauen sehen, die sich selbst mit Blumen überraschen oder immer wieder einmal neue Schuhe kaufen. Ganz egal, wie schlecht die wirtschaftliche Lage ist, von Zeit zu Zeit gibt man einfach gerne einmal etwas Geld für Überflüssiges aus, sodass die Wirtschaft hier keinen zu großen Schaden nehmen sollte.
Doch nicht nur man selbst gönnt sich hin und wieder die eine oder andere Kleinigkeit, oft bekommt man auch zwischendurch vom Partner eine kleine Aufmerksamkeit geschenkt, selbst wenn gerade kein kommerziell durch geplanter Feiertag stattfindet. Diese Geschenke, und seien sie noch so klein, sind jedoch die beliebtesten Geschenke überhaupt. Sie zeigen genau auf, wie viel der Partner einem bedeutet oder eben auch nicht. Durch solche kleinen Gesten kann man sich selbst und seinen Partner durchaus immer wieder einmal positiv überraschen.
Bei den Geschenken für die Kinder wird es schon schwieriger. Denn oftmals möchte man ihnen schon zwischendurch etwas kaufen, doch häufig zwingt man sich, das Ganze zu unterlassen, will man die lieben Kleinen doch nicht allzu sehr verwöhnen. Sie sollen möglichst früh lernen, dass es Geschenke nicht einfach so gibt, oft werden diese auch als Druckmittel benutzt, nach dem Schema, „wenn du jetzt das und das tust, dann bekommst du“. Ob diese Art der Erziehung jedoch sinnvoll ist, bleibt fraglich. Genauso ist darauf zu achten, dass man nicht versucht, seine Kinder mit Geschenken zu kaufen. Allzu oft kam es bereits vor, dass gerade bei getrennten Paaren beide Eltern die Liebe der Kinder mit besonderen Geschenken kaufen wollten, sei es ein ganz toller Urlaub oder das Spielzeug, welches sich die Kinder schon seit Monaten wünschen, was aber frühestens zum Geburtstag angeschafft werden soll. Ganz schlimm wird es dann, wenn die Eltern Tiere verschenken. Ob Hund, Katze oder Meerschweinchen spielt dabei keine Rolle. Werden die Tiere nur verschenkt, um die Kinder zu bestechen, so wird oft im Vorfeld nicht genug darüber nachgedacht und im Endeffekt wird das Tier nicht artgerecht gehalten oder gar ausgesetzt.
