Lohnverguss und Speditionskosten
Nutzt man den Lohnverguss, um einige Teile seiner Produkte fertig stellen zu lassen, muss man auch die Speditionskosten in die Planung und Kalkulation der Preise einbeziehen. Nicht nur die Arbeit des Vergusses an sich, sondern auch die Zusatzkosten werden ja auf die Produkte im Verkaufspreis umgelegt; ein Unternehmer, der die Kosten für die Spedition nicht berücksichtigt, wird hohe Gewinneinbußen verzeichnen müssen.
Ist eine Lastwagenladung fertig, die zum Lohnverguss gegeben wird, muss diese so schnell, wie möglich aus der Firma geschafft werden, da sie ja auch zu einem gewissen Zeitpunkt wieder benötigt wird. Es ist also gut, zu wissen, wie lange die Ladung unterwegs sein wird, und wann man sie auf den Weg schicken kann, damit man vorher die Spedition schon beauftragen kann. Auch wenn man selbst LKWs besitzt, müssen diese so disponiert werden, dass die Lieferung pünktlich erfolgt, und das beauftragte Unternehmen den Auftrag beginnen kann. Natürlich fallen auch hier Kosten für den Unterhalt des Fahrzeuges, Diesel und Lohnkosten an, die unbedingt mit einkalkuliert werden müssen.
Prinzipiell kann man sagen, dass eine Firma, die den Lohnverguss in der Nähe ausführt, genau so kostenintensiv arbeitet, wie eine Firma im Ausland. Diese Tatsache wird dadurch begründet, dass die Ausgaben für Maut und Spedition an sich steigen, je weiter eine Lieferung gebracht werden muss. Wenn eine Firma den Lohnverguss also nicht deutlich billiger anbietet, lohnt es sich nicht, die Arbeit weiter als nötig aus der Firma fahren zu lassen. Der Fahrer arbeitet mehr Stunden, der Wagen verbraucht mehr Sprit und - je nach Strecke - kommen zusätzlich Mautkosten dazu.
